Bunkeranlage der Fortifikation Murten

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs befahl die schweizerische Armeeführung den Bau der Fortifikation Murten. Auf der Linie Zihlkanal–Mont-Vully–Murten–Laupen sollten zahlreiche Feldbefestigungsanlagen entstehen. Diese Verteidigungslinie bezweckte, Bern vor Angriffen über die Zihl und aus dem Kanton Waadt zu schützen. Die schweizerische Armeeführung befürchtete im Ersten Weltkrieg in erster Linie einen französischen Umfassungsangriff durch die Schweiz in Richtung der unbefestigten deutschen Südgrenze. Zwischen 1914 und 1918 entstanden im Seeland und Murtenbiet Infanterie-Stützpunkte (von Hindernissen umgebene Schützengrabensysteme in Halbmondform), eingegrabene Artilleriegeschütz-Batterien, Beton-Bunker für Maschinengewehre oder für Geschütze, unterirdische Mannschaftsunterkünfte und Munitionslager sowie in Fels gehauene Infanterie-Kampfstände mit Stollenanlagen.
Die hier ausgewählte Bunkeranlage «Hohlenreben» steht am Waldrand des Jolimonts, oberhalb von Gampelen. Sie diente – im Verbund mit anderen Anlagen – zur Sperrung der Zihlbrücken. Die Bezeichnung der Anlage bezieht sich auf den dortigen Flurnamen. 

Weitere Bilder zu diesem Objekt: 
Grösse, Gewicht: 
ca. 36 x 10 x 3 m
Material: 
Armierter Beton, Mauerwerk
Alter, Jahrgang: 
1916
Herkunft, Hersteller: 
Schweizer Armee
Verwendungszweck: 
Bunker für die Infanterie
Aktueller Standort: 

Im Jolimont oberhalb Gampelen, Koordinaten Landeskarte: y 570 324, x=207 650

Weshalb das Objekt ins kantonsmuseum.be gehört: 

Das Infanteriewerk Hohlenreben wurde 1916 gebaut. Gleichzeitig entstanden im Jolimont mehrere Kilometer lange Schützengrabensysteme sowie weitere Bunkeranlagen. Die Jolimont-Anlagen bildeten die dritte Verteidigungslinie hinter dem Zihlkanal. Der  mit Maschinengewehr- (MG-11) und Infanteriegewehrschiessscharten versehene Bunker wurde in armiertem Beton ausgeführt. Der Bunker – eine Art gedeckter Schützengraben – verfügte über ein Wasserreservoir und eine Toilette. Er war in das Schützengrabensystem integriert. 

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